
Sack schlägt Eimer
Abfüllmaschinen für Kunststoffsäcke bieten ökonomische und ökologische Vorteile gegenüber der klassischen Eimerbefüllung
Kosten sparen zu können – das ist Musik in den Ohren jedes Anlagenbetreibers. Eine Abfüllmaschine mit einer hohen Abfüllleistung bei optimaler Gewichtsgenauigkeit füllt flüssige bis hochviskose Produkte in Kunststoffsäcke ab. Der Leersack benötigt weniger Ladevolumen und weniger Rohstoff für die Herstellung und spart somit Kosten. Zudem überzeugt die Abfüllmaschine durch ihre integrierte Bauweise sowie einen geringen Installationsaufwand.
Vor allem im Baubereich werden Produkte wie beispielsweise Fertigputz, Farben, Kleber, etc. üblicherweise in Eimer abgefüllt und dann an ihren Verwendungsort geliefert. Hier bietet sich die Abfüllmaschine LIFFS als kostengünstige Alternative zur klassischen Eimerbefüllung an. Sie steht für höchste Abfüllleistung mit optimaler Gewichtsgenauigkeit, wenn flüssige bis hochviskose Produkte in Kunststoffsäcke abgefüllt werden sollen. Die Abfüllmaschine vereint bewährte Komponenten der FFS-Technik von Haver & Boecker zur Sackbefüllung und die Produktstromregelung von Feige zur gravimetrischen Hochgeschwindigkeitsabfüllung mit flüssigen Produkten. Werden die Produkte in Säcke gefüllt, muss der Anwender die entleerten Eimer nicht mehr einsammeln. Auch das Restentleeren der Eimer sowie die umständliche Entsorgung der voluminösen Gebinde entfallen. Füllt man anstelle von Eimern in Säcke ab, reduziert sich zum einen das Volumen des Leergutes, das nach dem Verbrauch des Baustoffes zurückbleibt. Zum anderen lassen sich die Säcke durch ihre gute Entleerbarkeit einfacher entsorgen. Der LIFFS bietet bereits vor der Verwendung des im Gebinde transportierten Produktes einen ökologischen und ökonomischen Vorteil. Denn mehrere Paletten leerer Eimer beanspruchen beim Transport vom Verpackungsmaterialhersteller zum Baustoffproduzenten mehr Platz als eine Leersackrolle. Und Platz sparen bedeutet auch Kosten sparen. Der neue Leersack in Schlauchform benötigt deutlich weniger Ladevolumen, als das für die gleiche Produktmenge benötigte Volumen an Verpackungsmaterial in Eimerform. Denn die Leersackrolle verwandelt sich erst in der Maschine, direkt vor der Abfüllung, in einzelne Säcke. Zudem benötigt man bei der Herstellung eines Sackes im Vergleich zum Eimer wesentlich weniger Rohstoff. Dies wirkt sich sowohl für den Abfüller als auch für den Endverbraucher positiv auf den Preis aus. Das Preisverhältnis zwischen FFS-Sack und Eimer liegt bei etwa 1:6, das heißt ein Eimer ist rund sechsmal so teuer wie ein Sack. Kunststoffsack als schützende Produkthülle. Derzeit wird die neue Verpackungsart ausschließlich in der Baustoffindustrie eingesetzt.
640 Sack à 25 kg laufen, eichgenau befüllt, kontinuierlich vom Band. Anwendungen in der Lebensmittelindustrie, beispielsweise bei Fetten oder Ölen, oder auch in der Versorgung von Trinkwasser in Notstandsgebieten sind geplant.
Durch die 100 Prozent luftdicht verschlossene Verpackung können äußere Einflüsse die Produkteigenschaften nach der Abfüllung nicht mehr verändern. Produktschutz ist somit neben den ökologischen und ökonomischen Vorteilen ein zusätzlicher Nutzen für den Anwender. Auf Effizienz und somit Kostenersparnis für den Anwender wurde auch beim technischen Design der Anlage geachtet. Durch die integrierte Bauweise, die alle Komponenten von der Sackherstellung bis zum Sackaustrag in einer einzigen Maschine beinhaltet, kann der Anwender die Abfüllanlage mit sehr geringem Installationsaufwand in Betrieb nehmen. Lediglich die Produktzufuhr sowie der Druckluft- und Stromanschluss müssen vorhanden sein, damit die vollautomatische Anlage schnell eingesetzt werden kann. Der auf einer Rolle befindliche PE-Schlauch wird von außen in die Abfüllmaschine geführt und dort taktweise, direkt vor der Befüllung, mit einer Bodenschweißnaht versehen und als oben offener Sack dem Füllventil zugeführt. Die Sackbefüllung erfolgt gravimetrisch über die von Feige entwickelte Produktstromregelung und den weiterentwickelten, auf die jeweiligen Produkteigenschaften abgestimmten, Fülleinheiten. Die Waagensoftware, die den Öffnungswinkel des Füllventils steuert, regelt die Sackbefüllung. Dazu wird der Gewichtswert während der Befüllung kontinuierlich gemessen und differenziert (Produktstrom). Ein Regelalgorithmus sorgt unter Verwendung dieser Größen zeitoptimiert für das exakte Füllgewicht. Parallel wird die bauseitige Produktpumpe oder eine Regelklappe angesteuert, sodass schädliche Druckspitzen vermieden werden und immer ein optimaler Volumenstrom herrscht. Gerade bei hochviskosen Produkten führt dies zu einer schonenderen Fahrweise für die Pumpe. Die unterschiedlichen Gebinde und Produktdatensätze, die der Anlagenbetreiber einmalig im Waagenprozessor einstellt und abspeichert, müssen bei Bedarf lediglich aufgerufen werden und die Abfüllung kann beginnen. Bewährte Abfülltechnologien kombiniert
Das Prinzip der Produktstromregelung hat sich bei der gravimetrischen, spritzfreien Eimerbefüllung, wo mittlerweile bis zu 1.200 Eimer pro Stunde über zwei mal zwei parallel arbeitende Füllventile, bei kontinuierlich laufender Produktpumpe, eichgenau auf einer Maschine befüllt werden, bewährt. Diese von Feige entwickelte Technik wurde nun in die FFS-Technik von Haver & Boecker integriert. Als Basis hierfür dient der FFS-Automat von Haver für die Sackherstellung und das Sackhandling, sodass ein harmonischer und gut aufeinander abgestimmter Abfüllprozess entstanden ist. Neben der Flexibilität bei unterschiedlichen Produkteigenschaften standen auch die Reinigung der Anlage und die Produktzuführung im Fokus der Techniker. Die Reinigung des Produktweges (Tank, Rohrleitung, Füllventil, etc.) kann innerhalb der Anlage (CIP) durchgeführt werden. Die Umrüstung bei Produktwechsel entfällt. Um den Kontakt des Produktes mit der Außenluft so gering wie möglich zu halten, wird nach dem Füllprozess die Restluft im Sackabgesaugt und der Sack hermetisch verschlossen.
Als halbautomatisches Pendant hat Feige den BagFiller entwickelt. Auch diese Abfüllstation arbeitet nach dem bewährten Plug&Fill-Konzept. Der neue Sackfüller wird produktionsbereit montiert geliefert. So kann der Anwender nach Anschluss von Produktschlauch, Strom und Druckluft sofort mit dem Füllen beginnen. Die offenen Kunststoffsäcke werden eichgenau mit flüssigen oder pastösen Produkten befüllt.
Der Bediener legt bei dieser Abfüllmaschine einen offenen Sack manuell in die Sackhaltevorrichtung und drückt die Starttaste. Der Sack wird während der Befüllung sicher gehalten und stützt sich auf den Sackstuhl ab. Nach der präzisen, eichgenauen Befüllung im Grob- und Feinstrom wird der Sack durch den Bediener aus der Abfüllmaschine entnommen und anschließend mit dem daneben stehenden Schweißgerät verschlossen.
Ein wichtiges Detail, auf das bei dieser Abfüllmaschine nicht verzichtet wurde, sind die totraumfreien Feige-Füllventile in einer Schnellwechsel-Füllventilaufnahme für sekundenschnellen Produktwechsel und effiziente Reinigung.
Die BagFiller von Feige sind einfach zu bedienen und bieten dem Produktionsbetrieb ebenfalls ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bei kleineren Ausbringleistungen, wo vollautomatische Systeme nicht gefragt sind.
> zu unseren Abfüllmaschinen für Kunststoffsäcke